Business Szenario


20.04.2011 14:23    talk talk talk: 0    : Deutsch      abfälle  recycling  csr  ökobilanz  

Marken-Abfälle

 

Der Markt

 

Gegenwärtig fallen jährlich über 10 Milliarden Tonnen feste Abfallstoffe in Städten überall auf der Welt an. Nicht einmal die Hälfte davon wird gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Die Erträge für die Verwertung fester Abfallstoffe in Städten werden zurzeit auf weltweit über 300 Milliarden US-Dollar geschätzt und steigen weiter steil an. Die EU produzierte 2010 eine Gesamtmenge von 3 Milliarden Tonnen Festmüll, das sind 6 Tonnen pro Person und Jahr. Trotz aller Kampagnen zur Abfallreduktion, Weiterverwertung und Recycling wird erwartet, dass die Gesamtmenge um weitere 45 Prozent auf 4,4 Milliarden Tonnen bis 2020 steigen wird. Die globale Verteilung zeigt, dass Nordamerika mit kaum 5 Prozent der Weltbevölkerung 30 Prozent allen Mülls produziert, während Afrika am anderen Ende der Extreme mit 13 Prozent der Weltbevölkerung nur für 3 Prozent Festmüll verantwortlich sind. Doch auch diese wenigen Prozente bilden ein großes Risiko für die Gesundheit von Millionen sowie die Umwelt.

 

 

Der deutsche Markt der Feststoffverwertung hat 2010 35 Milliarden Euro Umsätze gemacht. Remondis, der Marktführer im Land mit 20 000 Mitarbeitern und 5,4 Milliarden Euro an Verkäufen im letzten Jahr, hat über die Zeit 400 örtliche Abfallentsorgungsfirmen aufgekauft. Neben den 10 größten Konzernen bleiben noch 5000 kleine Betriebe in Deutschland. Waste Management Inc. ist die größte Firma weltweit mit 13,1 Milliarden Dollar Umsätzen und über 50 000 Angestellten. Abtransport und Verklappung auf Müllhalden nehmen weltweit deutlich ab. Die Anzahl von Deponien in den Vereinigten Staaten sank von 8000 für 1988 auf gegenwärtig etwa 1500. Der Trend zur Verbrennung wird angeführt von Japan, das 1800 der weltweit 2500 Anlagen betreibt; 290 neue Anlagen außerhalb von Japan sind noch in Planung. Das Geschäft der Energiegewinnung aus Abfällen wächst von einem kleinen Anfangswert von 3,7 Milliarden Euro 2010 auf voraussichtlich 13,6 Milliarden Euro bis 2016. In China sind mehr Anlagen dieser Art in Bau als anderswo auf der Welt.

 

Es scheint, dass die einzige Möglichkeit der Verwertung die Verbrennung ist, die in 93,2 Prozent der Fälle praktiziert wird, während auf die biologische Verarbeitung (siehe Beispiel 51) lediglich 6,8 Prozent entfallen. Die Kompostierung ist sehr populär im kleinen Maßstab und wird von Millionen städischen Haushalten praktiziert, hat jedoch kaum Einfluss auf den Gesamtmarkt, obwohl sie umgerechnet auf die Tonne die billigste Möglichkeit darstellt. Die Verbrennung ist mit durchschnittlich 125 Dollar pro Tonne die teuerste Option, überdies müssen die Betreiber die giftige Asche weiter auf die Mülldeponie bringen. Obwohl die Zusammensetzung der Abfälle von Stadt zu Stadt verschieden ist, zeigen Fallbeispiele, dass 95 Prozent der Abfälle auf irgendeine Weise recycelbar sind und mehr Arbeitsplätze und Einkommen schaffen könnten als die Müllverbrennung jemals dazu imstande wäre.

 

Weiter zu Teil 2

Zurück zur Kurzfassung

 

talk talk talk


Sortiere nach: 
Pro Seite: 
 
  • Bis jetzt keine Kommentare

Twitter News



*(notwendig)

Abfälle - Teil 1 (Der Markt)

Copyright © 2012 Konvergenta InterZero and ZERI Germany e.V. Part of the worldwide group of Zero Emissions Research and Initiatives