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Wenn fünf Dieselbusse 20 Jahre lang mit aus Biogas hergestelltem Wasserstoff betrieben werden, dann würden sie nicht 5000 Tonnen CO2 ausstoßen, sondern 6100 Tonnen Treibhausgas binden. Somit steht die Wasserstoffenergie in einem völlig neuen Kontext. Der Betrieb einer kleinen Produktionseinheit in Verbindung mit einer stabilen Quelle für Biogas könnte jährlich 200 kg Wasserstoff und somit einen Gewinn von rund 650 000 Euro generieren. Der Kohlenstoff kann als Extragewinn von etwa 10 Prozent verkauft werden. Bei Speicherung in Baumaterialien oder in Böden könnten diese Busse tatsächlich kohlenstoffnegativ betrieben werden, d.h. gewinnbringend CO2 aus der Atmosphäre ziehen. Je mehr Busse und Autos mit Wasserstoff fahren, desto weniger CO2 bleibt in der Luft.

 

 

Zwar sieht Per Espen viele Anwendungsmöglichkeiten über den Transport hinaus, etwa die Verarbeitung von Abfällen aus der Landwirtschaft sowie die Herstellung von essentiellen Chemikalien wie Methanol und Ethylen, doch seine Vision ist es, ein integriertes lokales System zu schaffen. Zur Überwindung des Engpasses in Produktion und Verbrauch sowie Verfügbarkeit von Wasserstoff, dessen Speicherung teuer ist, stellt er sich einen Speicher vor, der Wasserstoff als Brennstoffquelle auf Nachfrage liefert. Anstatt also zentral Wasserstoff zu produzieren und ihn dann weltweit zu verschiffen, könnte man jede Biogasanlage, sogar die kleinformatigen, zur Gewinnquelle machen, die höhere Einnahmen durch Abfallverwertung erwirtschaftet und dabei gewinnbringend CO2 bindet.

 

Einer der Vorzüge dieser Plattformtechnologie ist, dass der Ansatz für Wasserstoff ebenfalls zur Synthese von Stickstoff aus der Luft dienen und somit der Agroindustrie Stickstoff liefern kann. Der selbe Typ von Plasmareaktoren könnte weiterentwickelt werden, um flüssigen Treibstoff aus gasförmigen Rohstoffen herzustellen. Die bahnbrechende Anwendung der Kaltplasma-Technologie bietet eine Möglichkeit, Kosten in Gewinn umzuwandeln, eins der Kernkonzepte der Blue Economy. Dies senkt die mit den Abfällen verbundenen Kosten, die normalerweise durch Steuern gedeckt werden, und bieten somit eine Möglichkeit zur Abgabensenkung. Dies ist ein höchst vielversprechendes Geschäftsklima zur Motivation des Unternehmertums: Geschäftsmodelle, die in Krisenzeiten eine Steuersenkung ermöglichen.

 

 

Bilder: StockXCHNG

 

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