Windkraft ohne (neue) Masten
Reduziert Investitionen, spart Metall und nutzt bestehende Infrastrukturen
Der Markt
Die Gesamtheit an vorhandener Windenergie übersteigt den heutigen menschlichen Bedarf um ein Hundertfaches. Es überrascht nicht, dass weltweit durch Wind erzeugte Elektrizität weltweit in den Jahren von 2006 – 2010 um durchschnittlich 21 Prozent zugenommen hat. 2009 lag das Wachstum sogar bei über 30 Prozent. Gegenwärtig werden 2 Prozent des weltweit produzierten Stroms durch Windkraft erzeugt. Momentan expandiert die Weltkapazität an Windkraft so stark, dass sie sich alle 3 Jahre verdoppeln wird. Dank jährlich 11 Milliarden jährlicher Investitionen ist Windenergie von einer marginalen Position zu einem Hauptbestandteil des Strommixes geworden. China führt das Windkraftgeschäft an und hat seine Produktion an Windstrom in den letzten 4 Jahren jährlich verdoppelt.

Abgesehen vom kapazitären Wachstum sind die einzelnen Windturbinen in den letzten 20 Jahren um ein Hundertfaches größer geworden, von 25 kW bis zu 2,5 MW. Heutzutage schaffen die größten sogar 7 MW. Der Zuwachs an Größe um das Hundertfache bewirkte eine Kostenreduktion um das Fünffache. Zudem rotieren die großen Turbinen langsamer und stellen daher eine weit geringere Gefahr für Vögel dar. Bei einer Drehgeschwindigkeit von 12 Runden pro Minute, d.h. einer vollen Runde alle 5 Sekunden sinkt die Todesrate von Vögeln auf fast Null. Da Wind an Küsten und Berghängen zunimmt, wird Windenergie immer öfter vor den Küsten gewonnen (derzeit 20%). Auf offener See ist die Windgeschwindigkeit höher und konstanter.
Wir sind gerade erst dabei zu lernen, wie Wind „geerntet“ werden kann, und größere Konstruktionen sind nicht die einzige Möglichkeit. Kreative Lösungen schließen die Energiegewinnung in Jetstreams mit Flugdrachen und die Piezoelektrik aus künstlichem Laub ein. Da Windenergie in Zukunft eine Kernkomponente der Energieressourcen und der Sektor von Neuerungen durchdrungen wird, steigen auch die Budgets für Forschung und Entwicklung sowie die Anzahl der Arbeitsplätze. Für 2012 wird erwartet, dass bereits über eine Million Menschen rund um den Wind ihren Lohn beziehen werden.










