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Bezahlbarer Wohnraum wird überall auf der Welt mehr oder weniger dringend benötigt. Die starke Nachfrage sowie großzügige Subventionen und Förderprogramme der Regierungen machen die Branche des sozialen Wohnungsbaus zu einem der attraktivsten und risikoärmsten Sektoren überhaupt.

 

Wie wäre es, ein eigenes Haus nicht zu bauen, sondern anzubauen? Bambus ist ein leicht kultivierbarer, stabiler Baustoff, der (fast) überall auf der Welt verfügbar ist. Architekt Simón Vélez und Ingenieur Marcelo Villegas aus Kolumbien haben eine Konstruktionsweise für langlebige, sichere Häuser entwickelt, die hauptsächlich aus Bambus mit kleinen Mengen Zement bestehen. Die Verbindungen zwischen den Bambusstreben sind so genial konzipiert, dass sie bei Erdbeben nicht einstürzen, sondern sich mit der Erde mitbewegen.

 

Die Kosten für den Bau eines solchen Hauses mit 65 qm Grundfläche liegen weit unter denen für einen Sozialbau aus Beton mit Zinkblechdach. Überdies sind die Häuser CO2-neutral, besser noch: klimafördernd durch Wiederaufforstung von Bambuswäldern... und einfach schön! Ein Musterbeispiel für die Blue Economy, das bereits im Jahr 2000 durch den ZERI-Pavillon auf der Weltausstellung in Hannover Weltruhm erlangte.

 

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vor 824 Tagen
 
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Bauen mit Bambus