Intelligente Stromnetze sammeln Daten von Endverbrauchern, um deren Energienutzung zu optimieren. Bei wachsender Anzahl und Komplexität der Elektrogeräte im Haushalt sind sie eine Hilfe für Stromkunden, die so bares Geld - und CO2-Emissionen - sparen können, ohne ihren Lebensstandard zu beeinträchtigen.
Ein Pionier auf diesem Gebiet ist Dan Yates mit seinem Unternehmen Opower. Seine Firma stellt die Software, die aus den unübersichtlichen Reihen von Messdaten und Tarifinformationen Hinweise und Tipps zur Stromkostensenkung errechnet. Als Mittler zwischen Netzanbietern und Endverbrauchern steht Opower für mehr Nachhaltigkeit im Stromkonsum.
Im Sinne der Blue Economy könnte die nächste Generation intelligenter Stromnetze auch noch die Ressourcen zur Stromproduktion verwalten. Die Stromerzeugung wird zunehmend dezentralisiert durch Nutzung erneuerbarer Ressourcen wie Biogas aus organischen Abfällen, kleinformatiger Windkraft- und Solaranlagen und weiterer Stromquellen. Jede für sich kann nicht genug und nicht dauerhaft Strom liefern können, doch in Kombination miteinander können sie eine echte Alternative darstellen. Ein weites Feld der Möglichkeiten für Entwickler von Hard- und Software...
| CoCreatr: | ||
Wenn ich mir ausmale, mit Smart Grid zu leben, faellt mir auf, dass mir ein halb-duplex intelligentes Stromnetz schon reicht. Hier ist warum:
1. Wenn mir der Stromversorger seinen momentanen Tarif und eine stundenweise Vorhersage anbietet, kann ich intelligente Grossverbraucher so einstellen, dass sie Ihren Verbrauch zu fuer mich guenstigen Zeiten optimieren. Das kann Speicher sein, Heizung, Kuehlung, Elektroauto - alles was nicht im Moment an sein muss. Es geht nicht, dass mir das EVU den Kuehlschrank abstellt und Lebensmittel zu warm werden, nur weil ich an einem Tag wo Strom knapp ist, Besuch habe und die Tuer haeufiger als sonst geoeffnet wird. 2. Wenn die wesentlichen Geraete am Strompreis haengen, kann das EVU ueber den Preis in Grenzen die Last steuern, und wir brauchen keine Verbrauchsdaten an den Stromversorger uebermitteln. (Work with what we have.) Das dient der Datensicherheit und erschwert ausspionieren von Lebensgewohnheiten und Abwesenheit. Und es reduziert den Standby-Verbrauch den Fernschalt-Einrchtungen sonst nach sich ziehen wuerden. Kurz: Meine bevorzugte Loesung heisst semi-smart grid. |
||
| vor 339 Tagen |