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Haben Sie schon einmal bemerkt, wie viele unserer Alltagsgegenstände aus Metall oder Plastik in Gussformen entstanden sind? Durch eine einzige Gussform können Millionen baugleiche Teile entstehen. Kunststoffe verdrängen mehr und mehr Metallteile, da sie leichter und schneller zu verarbeiten sind. Leider bleiben Flexibilität und Nachhaltigkeit auf der Strecke: 90 Prozent des für Gussprozesse benötigten Rohmaterials landen auf der Müllkippe.

 

Mario Fleurinck aus Belgien ließ sich von seiner Tätigkeit in der Luft- und Raumfahrtindustrie inspirieren - dort werden Bauteile nach digitaler Vorlage einzeln gefertigt, ein hochpräziser und materialeffizienter Prozess. Als er die Leitung der kleinen belgischen Firma Melotte übernahm, einen Hersteller für Formen, stellte er deren Produktion auf Digitale Fabrikation um. Ein Datennetzwerk innerhalb der Firma stellt sicher, dass jede erdenkliche dreidimensionale Form direkt aus dem Rohstoff gefertigt werden kann. Melotte selbst hat sich jedoch vorerst auf Zahnprothesen spezialisiert.

 

Aus geschäftsstrategischer Sicht liegt der klare Wettbewerbsvorteil in der Flexibilität und der kurzen Lieferzeit, in der ein Kunde sein Produkt erhält. Doch auch aus ökologischer Sicht kann der Fertigungsprozess punkten: Gießformen und Wasser werden überflüssig und nur 10 Prozent des eingesetzten Rohstoffs bleiben zur Weiterverwertung. Somit darf Herrn Fleurincks Technologie als Innovation im Sinne der Blue Economy gelten.

 

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vor 782 Tagen
 
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