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Praktisch jeder bekommt irgendwann im Leben einmal eine Spritze, viele mehrmals und manche benötigen sie sogar täglich, beispielsweise Diabetiker. Der Piks ist unangenehm, es gibt sogar Menschen, die aus Angst vor Spritzen nicht zum Arzt gehen.

 

Dabei muss die Injektion nicht weh tun. Eine Mücke sticht in die Haut und saugt Blut, ohne dass wir es bemerken. Das Geheimnis ist die konische Form des feinen Stachels. Masayuki Okano aus Japan hat diese Form in der Herstellung seiner Injektionsnadeln imitiert und unter dem Namen Nanopass patentiert. Die Verjüngung der Nadel zur Spitze hin bewirkt, dass die Injektionsflüssigkeit sich wirbelförmig durch den Kanal bewegt und daher ebenso schnell in den menschlichen Körper gelangt wie durch herkömmliche Nadeln.

 

Durch eine spezielle Prägetechnik können die von der japanischen Firma Terumo vertriebenen Nadeln massenhaft und zu einem Stückpreis verkauft werden, der nur unwesentlich über dem für traditionelle zylindrische Injektionssysteme liegt. Ein Beispiel für Innovationen, die in der Natur inspiriert sind und auf Grundlage der Geometrie und Physik das Leben erleichtert. Wer hätte gedacht, dass eine Mücke so nützlich ist?

 

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vor 864 Tagen
 
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