Hätten Sie gedacht, dass einfache Regenwürmer das Trinkwasserproblem der Welt lösen können?
Matías Sjögren Raab hat in Chile Wasserkläranlagen mit Biofiltern entwickelt. In ihnen "arbeiten" 15 000 Regenwürmer pro Quadratmeter Filterfläche und fressen die Verunreinigungen aus dem Wasser. Übrig bleiben 60 Gramm reiner Humus pro Kubikmeter Wasser, die sich gewinnbringend verkaufen lassen.
Die Biofilter-Anlagen bieten mehrere Vorteile: Zum einen kann durch sie der Einsatz giftiger Desinfektionsmittel wie Chlor vermieden werden, die Mensch und Umwelt belasten. Hierdurch und aufgrund geringer Strom- und sonstiger Betriebskosten sind sie zudem sehr kostengünstig. Zum anderen sind die Anlagen besonders geeignet als Klärwerke in kleinem Maßstab, wie sie insbesondere in der sogenannten "Dritten Welt" benötigt werden. Sie sind ideal für Unternehmensgründer, die auf lokaler Ebene Probleme der Grundversorgung gewinnbringend lösen wollen.