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Verleumdung oder, wenn der Zweck die Mittel heiligt

Diese News ist leider einem sehr unangenehmen Thema gewidmet, da unser Verein ZERAP-Germany der ja diese Webseite betreibt, in den letzten Wochen mehrfach Opfer unsäglicher Verleumdungen war. Diverse Menschen wurden angeschrieben, wobei der angebliche Absender, in dessen Namen die Briefe verschickt wurden, davon nichts wusste. Es handelt sich also gleich um zwei Straftaten: Verleumdung oder „üble Nachrede“, wie es im Juristendeutsch heißt, und Identitätsmissbrauch, denn hier wurde faktisch einem Dritten die Straftat in die Schuhe geschoben. Das ist schon wirklich armselig.

Der Kontext der Verleumdungen scheint ein Streit zu sein, den unserer Vorsitzenden mit Gunter Pauli über den Markennamen „Blue Economy“ haben. 2009 haben Herr Haastert und Frau Kuhlemann die Blue Economy mit Gunter Pauli gemeinsam „gegründet“ und aufgebaut. 2012 kam es zum Streit, weil die gesicherte Marke in eine Stiftung überführen werden soll, mit transparenten Regeln, wer unter welchen Bedingungen den Begriff „Blue Economy“ verwenden darf. Im Rahmen einer Mediation stimmte Pauli u.a. diesem Punkt Mitte 2012 zu, wollte jedoch kurz darauf nichts mehr davon wissen. Seitdem gibt es einen Konflikt. Mehr dazu steht mitunter in diesem brand eins Artikel.

Sowohl Gunter Pauli selbst als auch einige Menschen aus seinem Umfeld haben in den letzten Jahren aus dieser sehr konkreten Meinungsverschiedenheit das Recht abgeleitet, Verleumdungen zu verbreiten, wohl aus Frust darüber, dass es in der Sache nicht weiterging. Jeder einzelne Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und gerichtlich zu Gunsten der Klagenden geklärt. Leider hat es dennoch keine Einsicht auf der Gegenseite gegeben, dass Lügen und Beschimpfungen kein Lösungsansatz sein können (ganz abgesehen davon, dass sie strafbar sind). Wir selber distanzieren uns ausdrücklich von einem solchen Verhalten; wenn es das ist, wofür Blue Economy steht, dann möchten wir damit nichts zu tun haben!

Im Oktober haben wir daher entschieden, die Stiftungsgründung für die geschützte Marke „Blue Economy“ abzubrechen und sie stattdessen „open source“ zu geben mit der einzigen Bedingung, dass dann auch die Texte von Gunter Pauli rund um Blue Economy open source bzw. copyleft gestellt werden. Damit wollen wir dem Konflikt die Grundlage entziehen und das Thema zu einem Abschluss bringen. Da Pauli’s Umfeld von diesem Vorschlag scheinbar noch nichts gehört hat, machen wir ihn hiermit öffentlich.

Bild: Roger W unter creative commons Lizenz

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Google Impact Challenge

Google Impact Challenge
Über 23 Millionen Freiwillige investieren täglich ihre Zeit und Energie für ihren Verein. Mit der Google Impact Challenge möchten Google Vereine unterstützen. Gesucht werden neue innovative Idee, die die Vereinsarbeit vorantreibt oder sie vielleicht sogar revolutioniert.

Auch wir versuchen unser Glück.
Als erstes bescheiben wir unser Projekt in maximal 40 Wörtern:

Be21:
Wir erstellen eine App mit 100derten nachhaltigen open.impact Geschäftsmodellen!
Stell dir vor du kommst neu in ein Land und suchst Arbeit!
Unser Engagement vernetzt das Wissen von Blue Economy mit dem Bedürfnissen von Flüchtlingen nach Zukunft durch nachhaltiges Entrepreneurship.

 

Mehr Infos in Kürze

And it has only just begun

Es hat gerade erst begonnen …

so kann man wohl am besten die Situation der Blue Economy beschreiben.

Im fünften Jahr nach dem erfolgreichen Start der Kampagne erleben wir eine kontinuierliche Verbreitung des Konzepts und der Prinzipien der Blue Economy. Wer hätte sich schon vorstellen können, dass jede Woche ein Geschäftsmodell vorzustellen solch einen Effekt hat. Viele haben Blue Economy Vorträge gehört, und neben den vielen Workshops die durchgeführt wurden haben schon eine Menge Menschen begonnen, ihr Handeln im hiesigen Wirtschaftssystem zu überdenken und den Mut gefasst, andere Wege des Unternehmertums zu beschreiten.

Oftmals ist von David gegen Goliath die Rede, die Kleinen gegen die Großen. Aus meiner Sicht spiegelt sich hier der Mut jedes einzelnen Unternehmers oder Unternehmerin wider, das eigene Geschäftsmodell als Ganzes zu sehen, mit all seinen Auswirkungen entlang der Wertschöpfungskette und des Produktlebenszyklus – und nicht nur das vermeintlich

»nachhaltige« Kerngeschäft zwischen Ein- und Verkauf. Richtig gestaltet ergibt sich so ein profitables Unternehmen mit mehreren Einnahmequellen, und dennoch kompromisslos naturorientiert. Das gute Gefühl, Zukunft zu leben, und die Ausgewogenheit von Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung machen das Konzept der Blue Economy so reizvoll und geschäftsträchtig.

Die Offenheit für neue Lösungen besteht meist dort, wo die Notwendigkeit zum Wandel am größten ist. So verwundert es auch nicht, dass es die Peripherie war, die als erstes die Ideen der Blue Economy aufgegriffen hat. Kleine Länder, Regionen oder der ländliche Raum, sie alle sind am stärksten der Veränderung unterworfen und von demographischen und globalen Trends betroffen. Hier gehen am schnellsten Arbeitsplätze verloren und mit ihnen oftmals Kultur und Identität. Blue Economy liefert inspirierende Beispiele, wie in den einfachsten Verhältnissen in Schwellenländern Innovationen entstehen (z. B. Fasern zu Protein) oder wie in den entlegensten Winkeln Europas Erfindungen in den Alltag integriert werden – aus der Vernunft des Notwendigen heraus.

Langsam folgen jetzt die Metropolen. Durch die kontinuierliche Berichterstattung der Projekte aus der Peripherie finden sich auch zunehmend Beispiele der Blue Economy in den Städten wieder. In Deutschland hat sich in Berlin als Erstes ein Cluster mit Kaskadensystem etabliert. Von Pilzanbau auf Kaffeesatz über Fisch-Treibhaussysteme in Berliner Gewächshäuser bis hin zur Forschung und Entwicklung neuer Solarsysteme mit europäischen Partnern: Hier hat sich ein Netzwerk entwickelt, um das Kaskadensystem konsequent und kompromisslos umzusetzen, immer mit dem Ziel, Produkte zu erschaffen, die billiger und besser sind.

Sie alle sind eingeladen, in der Blue Economy mitzuwirken. Es bedarf tausender Kontakte, um eine erfolgreiche Umsetzung zu generieren – aber jedes neue Unternehmen schafft im Durchschnitt fünf bis zehn Arbeitsplätze. Hier liegt die Kraft der Veränderung. Starten Sie, egal ob in München, Stuttgart, Hamburg, London, Paris oder Madrid. Bilden Sie Netzwerke des Gelingens. Dabei werden Ihnen natürlich viele neue Ideen und Innovationen begegnen. Schließen Sie sich mit solchen zusammen, aber prüfen Sie auch deren Qualität. Zu diesem Zweck wurden die ersten Prinzipien entwickelt, die Sie auf blueeconomy.de nachschlagen können.

Die Blue Economy Foundation als Dachorganisation und ein unabhängiges Expertennetzwerk entwickelt diese als Schwerpunktaufgabe in 2015 weiter. Hier liegt viel Arbeit vor uns bei der wir Ihre Untetstützung brauchen. Machen Sie sich diese Prinzipien zu eigen, ziehen Sie Ihren Nutzen daraus, denn mit diesen Bausteinen haben Sie Wettbewerbsvorteile und sind in der Lage, sehr schnell wahre Innovationen von »etwas weniger schlimm« zu unterscheiden. Setzen Sie bei Ihrer Auswahl von Innovationen auf die echten »Game Changer« – Produkte, die die Regeln im Markt verändern und Ihnen neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

All dies liefert Ihnen die Blue Economy Don‘t wait: act now!

Markus Haastert

Mitgründer der Blue Economy

UPRISE - The Growth of Blue Economy®

UPRISE – Wachstum der Blue Economy®

In der ersten Septemberwoche startete die Blue Economy Solutions GmbH ihr neuestes UPRISE-Projekt in Deutschland. 

Blue Economy in der Consulting Welt

Während der letzten zweieinhalb Jahre hat Blue Economy® 99 Beispiele veröffentlicht, wie Unternehmen anders gestaltet werden können, mehr aus dem schaffen, was lokal verfügbar ist und mehrere Ertragsströme generieren, die letzten Endes Lösungen hervorbringen, die nicht nur „besser“ sind (in punkto Umwelt und Qualität) sondern auch noch „billiger“ (d.h. die konventionelle Produkte im Wettbewerb übertreffen können).

Jedes Beispiel hat Einblicke in einen bestimmten Bereich, eine Industrie oder eine Herausforderung geboten und aufgezeigt, wie „blaue“ Lösungsansätze wirken sowie eine neue Perspektive auf zahlreiche Chancen geboten. Durch systemische Entwicklung können Lösungen zu unerwarteten und überraschenden neuen Industrien führen und Ressourcen von einem Unternehmen in ein anderes weiterleiten.

Mehrere große Unternehmensberatungen haben weltweit die Notwendigkeit erkannt, ihre Standardmodelle der Schrumpfung und Kostensenkung zu überdenken. Die offensichtlichen Vorteile, die in der Nutzung von weniger Ressourcen und der Schaffung neuer Produkte aus „Abfällen“ liegen, haben zur Publikation eines Berichts über „Kreislaufwirtschaft“ durch McKinsey im Auftrag der Ellen McArthur-Stiftung geführt. Dieser stellt den Wandel im Konsum (hin zur Nutzung) dar, wie er schon jetzt sichtbar wird, zeigt, wie minimalisierte ökologische Fußabdrücke und Langlebigkeit Unternehmen nützen können und wie Stoffströme in verschie-denen Industrien immer weiter genutzt werden können, bevor sie wieder ins Ökosystem gelangen. Mehrere Beispiele beweisen, wie sogar große Firmen erste – wenn auch kleine – Schritte auf diesem Weg gehen.

Auf Regierungsebene hat Deutschland einen Schritt in die richtige Richtung getan, als im Oktober 2011 das „Kreislaufwirtschaftsgesetz“ veröffentlicht wurde, das sich auf Abfallmanagement nach dem Ideal geschlos-sener Kreisläufe konzentriert, wobei sämtliche Materialein- und -ausgänge als Ressource weitergenutzt wer-den. Einige hervorragende Beispiele wie eine geschlossene Müllhalde, die heute als Kraftwerk fungiert (Wind, Photovoltaik und Biogas), zeigen den Weg. Die Vorteile dieser Gesetzgebung für die Abfallwirtschaft allein sind bedeutend: die Unternehmensberatung Roland Berger veröffentlichte am 9.9.2012 eine Studie, derzufolge ein Wachstum von 9 Milliarden Euro bis 2025 allein in diesem Bereich für Deutschland zu erwarten ist.

Neueste Projekte in Deutschland

Um der Blue Economy® zu ermöglichen, sich auszuweiten, Nachahmer in anderen Ländern und Kontinenten zu finden und „blaue“ Geschäftsmodelle in Firmen zu initiieren, werden Experten mit fundierten Kenntnissen der „blauen“ Prinzipien und Erfahrungen im Aufbau ‚blauer‘ Unternehmen gebraucht. Im Frühjahr 2011 wurde die Blue Economy® Solutions GmbH zu eben diesem Zweck gegründet. Wir wirken als Coaches und als Goldgräber, hören erst zu, zeigen dann die identifizierten Chancen auf, entwickeln gemeinsam Lösungen und unterstützen dann bei der Umsetzung – und stellen sicher, dass die Projekte im Vollbesitz der Kunden bleiben. Diesen Prozess nennen wir UPRISE: „Utilizing Potential, Realizing Innovations, Stimulating Entrepreneurship“ (Potentiale nutzen, Innovationen umsetzen, Unternehmertum stärken).

Erst Anfang September 2012 hat Blue Economy® einen UPRISE-Prozess in einem kleinen Dorf westlich von Hamburg gestartet. In den Jahren 2010 und 2011 haben die 1.400 Einwohner einen intensiven Dorferneuerungsprozess unternommen, der sie in ihrer Eigeninitiative und Tatkraft bei der Lösung von Herausforderungen bestärkte. Nun liefert Blue Economy® Projekte und Ideen dazu, wie die immensen lokalen Ressourcen und das reiche Kulturerbe in Kombination mit dem beeindruckenden Unternehmergeist genutzt werden können, um die Wirtschaft anzukurbeln und Oberndorf in ein Musterbeispiel für Deutschland zu verwandeln. Interessanterweise war es eine Gruppe unabhängiger Dorfbewohner, die Blue Economy® Solutions unter Vertrag genommen haben, da die Gemeinde mit stark eingeschränktem Budget arbeiten muss.

Die ersten Resultate werden gegen Ende des Jahres sichtbar, für einige der aufgezeigten Möglichkeiten haben sich bereits Teams gefunden, die es kaum erwarten können, zu beginnen. Für den Erfolg aller Projekte ist die Gesamtvision entscheidend, wie Oberndorf in ein bis zwei Jahrzehnten aussehen soll. Dies schließt die Unterstützung aller Interessengruppen ein, auch oder besonders in einer so kleinen Gemeinde. Bis dato haben Lehrer, Landwirte, Handwerker, Gärtner, Politiker, Arbeitgeber, Grundstücksbesitzer und Energielieferanten ihr großes Interesse am Projekt erklärt, und von Seiten des Blue Economy®-Netzwerks freuen sich Wissenschaftler und Experten darauf, ihren Teil zu den Gründungsplanungen beizutragen und die Teams in der Anfangsphase der Umsetzung zu beraten und zu unterstützen.

Erweiterung des „blauen“ Beratungsnetzwerks

Um die Denkansätze und die Beratungsdienste der Blue Economy® weiter auszubauen, haben wir begonnen, Partnerschaften mit ähnlich gesinnten Unternehmen in mehreren Ländern zu schließen. Momentan laufen Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Firmen in Italien, Frankreich und den Niederlanden. Unsere Partner beabsichtigen, UPRISE-Projekte als Teil ihres Portfolios an Dienstleistungen unter der Marke Blue Economy® zu vermarkten und so den Namen bekannter zu machen und das Bewusstsein bei Unternehmen und in der Politik zu stärken.

Der offizielle Start dieses „blauen“ Beratungsnetzwerks wird im Jahr 2013 auf dem Blue Economy Summit stattfinden und ein Training für Fachleute und Geschäftspersonen einschließen. Der Summit bietet eine ideale Möglichkeit, mit vielen Innovatoren zusammenzutreffen und sich über die bereits umgesetzten Projekte zu informieren. Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit und an die Vorteile, die daraus für alle Beteiligten erwachsen. Dieses Netzwerk kann zur Plattform für das Wachstum, die Reichweite und Relevanz der Blue Economy® werden. So werden Verhaltensmuster geändert, wie Geschäfte zum Vorteil aller Bewohner unserer Erde gemacht werden können.

Gehen wir gemeinsam diesen Weg!

Die Veröffentlichung und Verbreitung dieses Artikels, einschließlich aller Übersetzungen, bedarf einer schriftlichen Genehmigung. Bitte wenden Sie sich an info@blueeconomy.de. Alle Rechte vorbehalten.
© Blue Economy Solutions GmbH

 

Klicken Sie hier, um den vollständigen Bericht als pdf herunterzuladen.

Blue Economy Hosts Innovative Project Week on Sustainability

Blue Economy veranstaltet innovative Projektwoche

Neuartige, übertragbare und fächerübergreifende Projektwoche mit dem Thema „Energieautarkes Klassenzimmer“ an Berliner Schule 

Ende September 2012 führte die gemeinnützige Organisation ZERAP im Rahmen ihrer Kampagne „Blue Economy®“ eine neuartige, übertragbare und fächerübergreifende Projektwoche mit dem Thema „Energieautarkes Klassenzimmer“ an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ) durch.

Begeistert erklärt die 14-jährige Schülerin Lydia das Funktionsprinzip ihrer selbstgebauten Klassenraum-internen Kläranlage. Darin wird Schmutzwasser gereinigt, indem es durch verschiedene Schläuche und Gefäße mit Sedimenten und Schilfpflanzen in ein selbstgebautes Aquarium fließt und erneut in das System gepumpt wird. Diese Technologie ist nur eine von mehreren, die die Schüler der Inklusions- und Verbundsklasse IV der Klassenstufen 7-9 innerhalb der Projektwoche selber gebaut haben und die dazu beitragen, den Klassenraum energieunabhängig zu gestalten.

Die Idee zu dem Projekt entstand durch die langjährige Kooperation mit der Schule, den NaWi-Unterricht derart umzugestalten, dass Strukturen geschaffen werden, in denen Schüler eigene Wege des Wissenserwerbs durchlaufen, Kompetenzen entwickeln und ihre individuellen Fähigkeiten entfalten können. Das geschieht, indem die Kinder eigenständig, experimentierend und erfahrungsgebunden arbeiten und die Methoden Lernen durch Lehren und Lernen durch Engagement vor dem Hintergrund anwenden, dass in der Naturwissenschaft alles verbunden ist. Darüber hinaus sollte die Projektwoche den Schülern ermöglichen, Lernen als einen Freude machenden, kreativen und inspirierenden Prozess zu erleben. Weitere Ziele der interdisziplinären Projektwoche waren, die Schüler für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und für fachbezogene Berufe zu inspirieren. Auch sollten die Schüler ihre Scheu vor der Marke Eigenbau verlieren. Der fächerübergreifende Mix aus Theorie, Experimenten, Vorträgen und Praxis sollte zudem den Lernerfolg steigern.

Am Montag und Dienstag bearbeiteten die Schüler speziell für die Projektwoche zusammengestellte fächerübergreifende Lerninhalte. Sie teilten sich dazu in die vier Gruppen Klimawandel, Wasser & Pflanzen, Solar & Elektrizität und Energieumwandlung auf und führten jeweils kleine Experimente zur Festigung des Wissens durch. Als Abschluss dieser Theoriephase gaben die Schüler ihre Lernergebnisse an ihre Klassenkameraden gemäß dem Lehrprinzip Lernen durch Lehren vor.

Am Mittwoch startete die Praxisphase mit Vorträgen von Fachleuten, um die Schüler für Berufe zu inspirieren und die behandelten Themen zu vertiefen. Anschließend begannen die Schüler teilweise unter Anleitung der Fachleute mit dem Bau der Technologien. Die Arbeiten wurden besonders unterstützt von dem Solarfachmann Thomas Stodder von EB-Solarled sowie von dem Physiker und Innovator Moritz von Buttlar, der die Idee der LED-Lampen aus alten Getränkedosen entwickelt hat.

Neben dem Wasserreinigungssystem entstand ein Klassenraum-eigenes 12-Volt-Stromnetz mit Batterie, Laderegler und diversen Anschlüssen. Gespeist wird es mit Solarmodulen auf dem Schuldach. Außerdem haben die Schüler eine neue 12-Volt-Raumbeleuchtung durch LED-Deckenlichter und selbstgebaute LED-Leselampen aus wiederverwerteten Getränkedosen, sowie einen Stromgenerator aus einem alten Fahrrad und Teilen vom Schrottplatz gebaut. Die Schüler dämmten auch die brüchigen Altbaufenster so gut es ging mit Isolierfolien und Gummidichtungen, die freundlicherweise von tesa gesponsort wurden, und arbeiteten Energiespardefizite und -maßnahmen für den Klassenraum heraus.

Bei der Projektwoche handelte es sich um ein Pilotprojekt. In den nächsten Schritten wird das Konzept durch die Schüler selbst überarbeitet und auf andere Klassen und Schulen übertragbar gemacht, damit auch andere von dieser innovativen Lehreinheit profitieren.

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Bildung für eine nachhaltige Entwicklung mit der Blue Economy

In Berlin ist in Kooperation mit der Blue Economy ein übertragbares Lehrkonzept für den naturwissenschaftlichen Bereich entstanden. 
Nur 16 % der Pädagogen fühlen sich „gut“ oder „sehr gut“ für den naturwissenschaftlichen Unterricht qualifiziert. Laut Professor Dr. Jörg Ramseger (Erziehungswissenschaftler und Leiter der Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe an der FU Berlin) wird die Lust der Kinder am Forschen von der Grundschule an nicht mit hinreichend anspruchsvollen Lernangeboten gefördert. „Bildung beginnt mit Neugierde“, meint Prof. Peter Bieri. Heranwachsende sollen schon früh für naturwissenschaftliche Fächer begeistert werden, sonst reizen sie diese auch später meist nicht mehr.An der Evangelischen Gesamtschule Berlin Zentrum (esbz) ist in Kooperation mit der Blue Economy ein übertragbares Lehrkonzept für den naturwissenschaftlichen Bereich entstanden.

Die Evangelische Schule Berlin Zentrum (esbz) gründete sich mit dem Anspruch einer Reform-Schule mit radikalem Wandel der Lernkultur. Als Schule in freier Trägerschaft hat sie zum Ziel, mit Blick auf zukunftsfähige Entwicklungen beispielgebend zu sein. Die Schule sieht sich den Herausforderungen der AGENDA 21 in besonderer Weise verpflichtet. Darum heißt sie „AGENDA-Schule“.

Die Motivation des Teams um Mandy Voggenauer, Lehrerin für Naturwissenschaften an der Schule, basiert auf aktivem und kooperativem Lernen, sowie kreativem und kritischem Denken. Lehrer übernehmen die Rolle des Moderators im Lernprozess, indem sie Kinder ermutigen, Fragen zu beantworten, zu einem Ergebnis zu kommen und eigenständig Lösungen zu finden.

Jetzt, nach einer einjährigen Pilotphase, liegen die ersten multiplizierbaren Ergebnisse vor, die auf weitere Schulen übertragen werden können.

Im ersten Schritt erarbeiteten sich die Schüler über Märchen von Gunter Pauli neue Sichtweisen, um zu erkennen, wie in der Naturwissenschaft alles verbunden ist. Diese Märchen unterstützen das systemische Denken und emotionale Intelligenz, das Erkennen eigener Stärken und Schwächen sowie diejenigen anderer Menschen. So werden Unterschiedlichkeiten erkannt, respektiert, Emotionen gesteuert und umsichtig mit anderen agiert. Dies sind wichtige Schlüsselfähigkeiten im Leben der Kinder, die es ihnen ermöglichen, harmonische Beziehungen zu sich selbst, zu anderen und zu ihrer Umwelt aufzubauen und zu leben.

Aufbauend auf die Märchen starten diverse Praxisprojekte wie die Herstellung von Dünger und Erde aus Speiseabfällen, Pflanzenzucht, Energiegewinnung, Fluggeräte und vieles mehr, durch die die Schüler die gewonnen Erkenntnisse in der Praxis nachvollziehen können.

Durch diese offene Struktur kamen sehr schnell gesellschaftspolitische Fragen auf. Wo kommen unsere Lebensmittel heute her? Warum ist die Nutzung der Ressourcen auf der Erde so ineffizient? Was kann jeder Einzelner dazu beitragen, um im Kleinen Veränderungen zu beginnen? So sollen die Schüler den Stoff und die Hintergründe besser verstehen und verinnerlichen. Denn: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn wir vergessen, was wir gelernt haben“ (Edward Frederick Lindley Wood).

Beim ersten Eltern-Campus stellten die Schüler beeindruckend unter Beweis, was es heißt, Wissen als Selbstverständnis der eigenen Meinung zu präsentieren und mit den Eltern in einen fachlichen Diskurs zu treten.

Zeitgleich darf aber auch nicht der eigentliche Lernstoff aus den Augen verloren werden. „Ich achte immer darauf, Rahmenplaninhalte in Projekte zu integrieren und den Kindern dadurch nicht weniger zu geben, sondern noch ein Sahnehäubchen draufzusetzen“, so Mandy Voggenauer.

Jetzt geht das Projekt an der Evangelischen Gesamtschule Berlin Zentrum in seine nächste Stufe und wird diesen Sommer eine ganze Projektwoche lang den Gedanken der Blue Economy und der Naturwissenschaft mit dem Basisunterricht verknüpfen.

In Theorie und Praxis werden die Schüler auch hier wieder für Nachhaltigkeit sensibilisiert, aber auch gleichzeitig an verschiedene Berufsbilder herangeführt.

Die Projektwoche „Autarkes Klassenzimmer“ ist ein übertragbares und fächerübergreifendes Lehrkonzept, das Schüler durch seine Interdisziplinarität über den Unterrichtsrahmen hinaus begeistern soll. Die Schüler lernen anhand eines systemischen Themas implizit Fächerinhalte aus Deutsch, Englisch, Mathematik, NaWi und NG (Natur & Gesellschaft).

Markus Haastert, Vorsitzender des Vereins ZERAP Deutschland und der Blue Economy, ist zum festen Engagementpartner der esbz geworden. Die Schule könnte somit zur Pionierschule werden, „an der aus dem ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich visionären Konzept ein Lernbaustein für die nächste Generation wird“, so die Schulleiterin Margret Rasfeld.

 

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Suche nach Unterstützung für ein Blue Economy Pilotprojekt an einer Schule

Zusammen mit Lehrern der Schule führt die Blue Economy ein neuartiges Projekt in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum in Berlin durch.

Im Zuge einer Kooperation mit der Schule, den Nawi-Unterricht effizienter zu gestalten, ist eine Projektwoche entstanden, in der Schüler Technologien bauen, die ihren Klassenraum energieautark machen. Dabei erwerben sie in Theorie und Praxis unterschiedliche Fächerinhalte und Fachkompetenzen. Zunächst handelt es sich um ein Pilotprojekt. In Zukunft soll das Konzept auf andere Klassen und Schulen übertragbar sein.

Die Schüler sind bereits sehr gespannt. Allerdings fehlt es noch an Material.
Wenn Sie uns unterstützen möchten, können Sie dies hier tun.

The Blue Economy

Do you want to live healthy, and have joy in life?
Do you want to be an entrepreneur, and figure out how you can make a difference?
This is not about the good and the bad, this is about how you can do it better.
This Video explains the Blue Economy.

Visit us at http://www.blueeconomy.de

Happiness as indicator of new economic paradigm

Glück als Indikator eines neuen Wirtschaftsparadigmas

Bhutan lädt Blue Economy ein, ökonomisches Leitbild mitzugestalten 

Jeffrey Sachs (links) , Anne Kathrin Kuhlemann, Enrico Gionvannini

UNO-Konferenz berät über Glück als Indikator eines neuen Wirtschaftsparadigmas

Am 2. April fand in New York in den Räumen der Vereinten Nationen eine Tagung unter dem Titel „Glück und Wohlbefinden: Definition eines neuen ökonomischen Paradigmas“ statt. Mehr als 600 Teilnehmer aus aller Welt waren der Einladung Bhutans gefolgt, darunter Wissenschaftler, Politiker und Zivilgesellschaft. Sie alle wurden durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, begrüßt.

Nobelpreisträger Prof. Joseph Stiglitz sagte: „BIP verfehlt das Ziel, die Faktoren zu erfassen, die im Leben der Menschen Bedeutung haben und zu ihrem Glück beitragen – wie Sicherheit, Freizeit, Einkommensverteilung und eine saubere Umwelt.“ Prof. Jeffrey Sachs, ökonomischer Berater des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und Autor der Millennium-Entwicklungsziele, stellte seinen neuen „World Happiness Report“ vor (http://www.earth.columbia.edu/sitefiles/file/Sachs%20Writing/2012/World%20Happiness%20Report.pdf). Glück könne nicht nur durch ökonomisches Wohlbefinden erreicht werden, wie es das Bruttosozialprodukt misst, so Sachs.

Der bhutanesische Premierminister Jigmi Y. Thinley betonte: „Das BIP-getriebene Entwicklungsmodell bedingt grenzenloses Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen. Das ist ökonomisch nicht länger sinnvoll.“ Bereits im Juli 2011 hatte die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 verabschiedet, die einen ganzheitlichen Ansatz für Entwicklung unterstützt, um individuelles Glück und Wohlbefinden jedes Einzelnen zu ermöglichen.

Vertreter der Blue Economy wurden gebeten, die ökonomischen Mechanismen dieses neuen Paradigmas gemeinsam mit weiteren Experten zu erarbeiten. Anne-Kathrin Kuhlemann erinnerte die Teilnehmer daran, Ressourceneffizienz und Ressourceneffektivität als Grundlage neuer Geschäftsmodelle zu betrachten. „Um die Geschäftswelt hinter das neue Paradigma zu bringen, müssen innovative, gewinnbringende Technologien gefördert und gefordert werden.“

Als Vertreter von ZERI betonte Markus Haastert die Bedeutung der Bildung: „Die nächste Generation muss systemisches Denken beherrschen. Wer versteht, wie die Welt zusammenhängt, handelt verantwortlich und gestaltet Geschäftsmodelle der Zukunft auf völlig neue Weise.“

Hochrangige UN-Vertreter, Politiker wie Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla und zahlreiche Delegierte aus Ländern wie Brasilien, Marokko, Finnland, Australien, Thailand und Japan waren anwesend – insgesamt 68 Nationen haben Bhutan signalisiert, dass sie den Vorstoß befürworten.

Im Ergebnis der Konferenz wird ein Bericht an den Generalsekretär der Vereinten Nationen verfasst. Die Vorschläge fließen außerdem in den Rio+20-Prozess im Juni diesen Jahres ein und sollen in den konkreten Mechanismen münden, die ab 2015 die Millennium-Entwicklungsziele ersetzen werden.

Blue Economy calls for joint strategy with UNEP

Blue Economy ruft UNEP zu gemeinsamem Vorgehen auf

Pressemitteilung der Blue Economy 

Wenn sich im Juni beim Rio +20 Gipfel die Staats- und Regierungschefs in Brasilien treffen um über eine global nachhaltige Entwicklung zu diskutieren, stellt sich auch die Definitionsfrage einer nachhaltigen Wirtschaft. Lange hat es gebraucht, bis sich die Regierungen auf Grundleitlinien einer Begrifflichkeit „Green Economy“ geeinigt haben. Über ein Jahrzehnt wurde die „Grüne Bewegung“ ohne ein gemeinsames politisches Bild geprägt und hat so zum heutigen, vieldeutigen Begriff der Green Economy geführt. Viele sprechen auch von „green washing“.

Ein sich langsam etablierender Grundkonsens ist, dass die Green Economy sich am Ziel einer „naturverträglichen Niedrig-Emissions-Wirtschaft“ orientiert. Um diesen Weg zu beschreiten, ist natürlich eine gestaltende Ordnungspolitik als Voraussetzung erforderlich, die innovationsorientiertes Wirtschaften fördert und kontinuierlich schädliche Emissionen und Schadstoffeinträge in der Umwelt reduziert. Bei allen Fortschritten, die in den letzten Jahren unter diesem Thema erlangt wurden, wissen wir jedoch, dass die Green Economy nur eine Transformationsstufe hin zum Paradigmenwechsel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung sein kann.

Am 10. Februar 2012 erklärte die UNEP in einer Pressemitteilung:

“Mediterranean countries and the European Union meeting in Paris have called for a „blue“ economy to be set up to safeguard and promote a clean, healthy, productive Mediterranean environment.”1

Der Schöpfer des Begriffes Blue Economy, Prof. Gunter Pauli, freut sich darüber, dass UNEP und die Mittelmeer-Staaten seinen Begriff „Blue Economy“ aufgreifen für eine zweifellos erfreuliche Initiative zum Schutz einer sauberen, gesunden, produktiven mediterranen Umgebung. Mit dem Bericht „Green Economy in a Blue World“ machen die Vereinten Nationen auf das Potenzial der Ozeane aufmerksam: Wirtschaft und Umweltschutz müssten keine Gegenpole sein.

Achim Steiner fasst die Ergebnisse so zusammen: „Eine Ausweitung grüner Investitionen in Meeres- und Küstenressourcen und eine Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit beim Management grenzüberschreitender Ökosysteme sind essentiell, wenn der Übergang zu einer CO2-armen und ressourceneffizienten Green Economy verwirklicht werden soll.“2

Darüber sollte jedoch nicht vergessen werden, dass der Bericht an den Club of Rome „The Blue Economy“ mit seinen hundert Beispielen und der Perspektive von möglicherweise 100 Millionen Jobs einen noch ehrgeizigeren Rahmen absteckt. Seit 2010 wird  erfolgreich wöchentlich eine Innovation samt Marktdaten und Angaben zum Potenzial an tausende Unternehmer präsentiert, um weltweit zum Nachahmen anzuregen.

Ein nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der Blue Economy ermöglicht die Befriedigung der Grundbedürfnisse aller ohne Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, aber auch ohne bewussten Verzicht. Blue Economy steht anders als Green für einen neuen Weg der unternehmerischen Geschäftsgestaltung, für ein neues marktwirtschaftliches Geschäftsmodell, für nachhaltiges Wirtschaften, für nachhaltiges Wachstum. Blue Economy steht dafür, dass das Gute preiswerter und Schlechtes teurer wird. Blue Economy steht für sauberes Wasser, saubere Luft, den Planeten Erde.

Der Begriff Blue Economy meint: Durch Nutzung der verfügbaren Ressourcen in Kaskadensystemen wird der Abfall eines Produkts zum Ausgangsmaterial für einen neuen Geldfluss. Auf diese Weise werden Arbeitsplätze geschaffen, Sozialkapital aufgebaut und das Einkommen gesteigert – dabei wird die Umwelt nicht weiter ausgebeutet und geschädigt, sondern erhalten und verbessert. So wird nachhaltiges Wachstum möglich. Das derzeitige globale Wirtschaftssystem kann durch Innovationen und unternehmerisches Handeln in eine nachhaltige Entwicklung transformiert werden. Innovationen und bessere Lebensbedingungen werden durch Nachfrage, marktwirtschaftliche Instrumente und Bildung gefördert, statt wie derzeit durch Subventionen und gesellschaftliche Hemmnisse ausgebremst.

Immer geht es um eine ganzheitliche Sicht der Dinge, um kluge Synergien und Verbindungen unterschiedlicher Ebenen (Kaskaden) zu (Öko-)systemen, wie sie auf den ersten Blick nicht unmittelbar zu erkennen sind. Jetzt gilt es den Dialog zu suchen, um ein ganzheitliches Verständnis von vernetzter Produktionswelt unter Einbeziehung der Grundressource Wasser als Eckpfeiler für Pflanzen, Tieren, Algen und Bakterien zu fördern.

Im Sinne der Partnerschaft zwischen ökologisch orientierten Initiativen der Welt im Vorfeld des Rio+20 Gipfels  bieten wir eine Verständigung auf eine gemeinsame und gegenseitig konsistente Verwendung des attraktiven Begriffes der Blue Economy an.

 

Bildquelle:

http://www.sxc.hu/photo/882672